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The Walking Dead Season 2 Episodes 1 & 2

78 Wertung
Gameplay: 8/10
Grafik: 8/10
Sound: 7/10
Steuerung: 7/10

Clementine endlich als Protagonistin | Stärkung der emotionale Bindung | guter Storyaufbau

teils wenig glaubhaft| Ruckler | verwirrender Steuerungswechsel | zu lange Wartezeit zwischen den Episoden

Clementine ist nach langer Pause zurück und diesmal kämpft ihr aus ihrer Perspektive gegen Untote und Banditen im verrohenden zombieverseuchten Amerika. Telltale hat es geschafft mit der ersten Staffel einen gefeierten Hit zu landen, weshalb die Erwartungen allseits entsprechend hoch sind. Ob die erzählerische Qualität gehalten werden kann, verraten wir euch in unserem Test der kürzlich veröffentlichten Playstation Vita-Version.

Solltet ihr die vorhergehende Staffel noch nicht gespielt haben, schaut euch nur die Abschlusswertung dieser Review an und überspringt die kommenden Absätze. Telltale-Spiele leben nun mal von ihrer Story, weshalb wir auf die Geschehnisse der letzten Episoden aufbauen müssen. Die aktuellsten Episoden versuchen wir so spoilerfrei wie möglich zu halten.

Game Info

NAME: The Walking Dead Season 2

ENTWICKLER: Telltale Games

PUBLISHER: Telltale Games

PLATTFORM: PlayStation Vita, PS3

GENRE: Adventure

ERSCHEINUNGSDATUM: 2014

The Walking Dead Season 2 Screen 1

Episode 1 – All That Remains

Es sind 16 Monate seit den Geschehnissen der ersten Staffel vergangen. Clementine, kurz Clem genannt, ist jetzt 11 Jahre alt und kämpft sich durch die Wälder nach Norden.

Wie üblich bei The Walking Dead gibt es besonders in Episode 1 rapide Veränderungen in den Situationen in welchen sich Clem befindet. Die Erzähler versuchen schnell fahrt aufzunehmen und meistern das ganz gut und ohne den Spieler zu sehr zu überrollen. Eine richtige Beziehung kann zu den neuen Personen jedoch noch nicht aufgebaut werden. Die weitere emotionale Bindung an Clem gelingt jedoch sehr gut.

Clementine ist stark und kann, je nach Entscheidung des Spielers eine sehr düstere und provokante Art zeigen. Die letzten Monate haben die Kleine offensichtlich sehr geprägt und fast erwachsen werden lassen. Eine spezielle Szene soll die Stärke besonders unterstreichen, fällt jedoch negativ in ihrer übertriebenen Härte auf. Sie ist schließlich 11 Jahre alt!

Eine richtige Richtung der Story kann jedoch in Episode 1 noch nicht erkannt werden, stattdessen wird viel Wert auf das Porträtieren Clems gelegt.

Episode 2 – A House Divided

In der zweiten Episode wird eine viel dichtere und glaubwürdigere Geschichte erzählt. Die neue Gruppe bekommt langsam Charakter und es geht wie immer bei The Walking Dead ordentlich zur Sache. Clem ist zwar noch Protagonistin, rückt aber aus dem Fokus der Erzählung und genau das hat Staffel 2 gebraucht.

Zum ersten Mal bekommt die Zusatzepisode der ersten Staffel „400 days“ auch Bedeutung. Wo es in der ersten Episode der neuen Staffel noch so schien als hätten die Geschehnisse aus der ersten Staffel keine Bedeutung mehr, so wird endlich mehr Altbekanntes in die neue Geschichte eingewoben.

Die Geschichte ist fesselnd erzählt und schließt spannend wie jede andere The Walking Dead Episode auch. An die Cliffhanger von The Wolf Among Us kommt man aber bisher leider nicht heran.

The Walking Dead Season 2 Screen 2

 Technik, Steuerung und Sound

Season 1 hat sich im Vergleich zu anderen Plattformen auf der Vita ziemlich gut geschlagen. Technische schwächen gab es durchweg bei allen Plattformen und Episoden. Ähnlich setzt sich das bei Season 2 fort. Es ist gut spielbar, wenn auch die Ruckler den Erzähl- und Spielfluss stören.

Season 1 konnte auf der Vita noch mit zwei verschiedenen Steuerungssettings gespielt werden. Seit neustem passt sich das Spiel den Eingaben an. Es lässt sich also ohne umzustellen mit Knöpfen oder Touchscreen steuern. Man sollte sich jedoch auf eine Eingabemethode festlegen, da ein Wechsel der Steuerung auch die Anzeige der Dialogoptionen verändert. Die gewünschte Option dann noch rechtzeitig zu finden kann ganz schön schwierig werden.

Die Soundkulisse ist wie bisher wieder sehr Atmosphärisch. Minimalistisch gehalten mit Fokus auf Umgebungsgeräusche und ein Herausheben der besonders kritischen Momente im Spielverlauf. Die Bedrücktheit und Verzweiflung wird zudem noch durch emotionale Songs während des Abspanns unterstrichen.

Wichtig ist auch anzumerken, dass es noch keine deutschen Untertitel gibt. Vermutlich werden diese erst nach Abschluss der zweiten Staffel erhältlich sein. Jedem der genug Englischkenntnisse hat, kann aber die Originalfassung empfohlen werden. Die Untertitel der ersten Staffel waren nicht gerade von guter Qualität und teils sogar falsch übersetzt.

Fazit:

Ich bin froh und bisher zufrieden mit Clementines Rückkehr auf die Bildschirme und besonders der Vita. Beide Episoden zusammen ergeben ein gutes Gesamtbild für den Einstieg in die neue Staffel. Jetzt müssen sich die Entwickler ranhalten um die Geschichte weiter spannend zu halten und sich auch weiterhin weit genug von den Comics abzuheben. Jetzt heißt es jedoch wieder mit voller Spannung wochenlang warten auf Episode 3.

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