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Child of Light

87 Wertung
Gameplay: 8/10
Grafik: 9/10
Sound: 8/10
Steuerung: 8/10

fantastische Grafik | stimmungsvoller Soundtrack | ausgewogenes Gameplay

kleine Tonaussetzer | teils hakelige Reime

Sonne, Mond und Sterne wurden von der Dunklen Königin gestohlen. Auf der Reise durch Lemuria begleitet man Aurora und ihre Gefährten auf ihrem Rollenspiel-Abenteuer. Child of Light überschreitet die Grenzen des scheinbar grenzenlosen Fortsetzungswahnsinns und positioniert sich als neue und eigenständige IP. Ubisoft hat bereits mit den letzten beiden Rayman Teilen gezeigt was in der UBIart-Engine steckt. Wie sich Child of Light schlägt und vor allem auf der PS Vita spielt, verraten wir euch in unserem Test.

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Rayman kennt jeder! Doch Ubisoft hat auch Mut zu neuen IPs. Neben Valiant Hearts nutzt Child of Light ebenfalls die UBIart-Engine und entfernt sich stark vom klassisch schrägen Jump-and-Run Gameplay. Dass die Engine nicht nur gut Anwendung auf ein Genre finden kann beweisen die Entwickler von Child of Light. Die Geschichte ist in langsamem Tempo, aber gut erzählt. Lediglich die Vermittlung der Geschichte in Reimform ist manchmal etwas hakelig. Zugegebenermaßen auch kein leichtes Unterfangen wirklich alle Dialoge so aufzubauen.

 Gameplay

Als Aurora fliegt und läuft man durch die Spielwelt Lemuria. Mit dem rechten Stick steuert man außerdem noch ein Glühwürmchen namens Igniculus. Zusammen öffnet man Kisten und entdeckt Schätze. Widersacher stellen sich den Entdeckern gerne in den Weg, können jedoch meist auch umgangen werden. Kämpfe finden rundenbasiert und in Gruppen statt. Zwei eigene Helden dürfen sich bis zu drei Gegnern stellen. Auch wenn der Sidescroller im ersten Moment an ein Jump-and-Run erinnert, ist die Steuerung nicht dafür ausgelegt. Es fehlt an Präzision um in der Klasse eines Rayman Legends mitspielen zu können. Dafür ist Child of Light aber auch ein RPG. Die Bewegung Auroras dient nur dem Vorankommen und nicht dem Meistern besonders schwieriger Stellen. Auch wenn die Steuerung dazu führt, dass man gelegentlich Schaden beim Durchstreifen der Welt nimmt.

Auf ihrem Weg durch die 10 Kapitel lernt Aurora neue Völker und darunter auch Gefährten kennen, die sich ihr anschließen. Jeder hat seine individuellen Fertigkeitenbäume und kann nach jedem Level einen weiteren Punkt darin anwenden. Die Fertigkeitenbäume sind jedoch sehr komplex und können auf den ersten Blick abschreckend wirken. Umso mehr Spaß macht es die Punkte zu verteilen und neue Fertigkeiten auszuprobieren, sobald man die Bäume verstanden hat. Zusätzlich findet man im Spiel Edelsteine, die in bekannter Kombinationstechnik aufgewertet werden können. Diese können dann in einen der drei Charakterslots jedes Gefährten eingesetzt werden und Waffe, Rüstung oder die Zeitleiste modifizieren. Von Elementschaden bis hin zu Konterangriffen sind dadurch sehr spezifische Modifikationen möglich. Je höher der Level des Edelsteins, desto besser natürlich auch der Effekt.

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 Kämpfe

Trifft man in der Welt auf Gegner, ist entweder ein Anschleichen von hinten oder ein Frontalangriff möglich. Ersteres gibt euch den Vorteil eines Überraschungsangriffs. Das heißt ihr startet mit beiden Gefährten auf der Zeitleiste weiter vorne als die bis zu drei Gegner. Der letzte Bereich der Zeitleiste ist die Vorbereitungsphase für die Aktion. Muss ein Charakter in dieser Phase einen Angriff einstecken, wird er unterbrochen und auf der Zeitleiste zurückgeworfen. Die offensiven und defensiven Handlungen sind also mit Bedacht zu wählen um gegen die immer schwereren Gegner bestehen zu können. Igniculus kann auch im Kampf helfen und das Gegnertempo verlangsamen oder eure Gefährten heilen. Der kleine Glühwurm kann damit den Ausgang des einen oder anderen Kampfes entscheiden. Aber auch das Wechseln der im Kampf befindlichen Gefährten ist ab einem bestimmten Punkt notwendig. So kann beispielsweise Finn mit vielseitigen Elementarangriffen punkten und Robert von Beginn an auf alle Feinde gleichzeitig schießen.

 Grafik und Technik

Grafisch steht die Vita-Version dem großen Bruder lediglich in ihrer Auflösung etwas nach. Bis auf diese auf Hardware zurückzuführende Einschränkung sieht Child of Light durchweg wie ein wunderschönes Gemälde aus. Der sehr ästhetische und anspruchsvolle künstlerische Ansatz der UBIart-Engine ist ohne Frage ein Highlight auf der Konsole. Auch das Spiel von Licht und Schatten setzen die Entwickler in speziellen Szenen sehr gut ein. Grafisch sowie technisch gibt es daher nichts zu beanstanden. Auch im Vergleich zur Konkurrenz ist Child of Light ein Vorzeigeprodukt geworden.

 Sound

Das Klangbild fügt sich in die atmosphärische Grafik perfekt ein. Minimalistisch wird die orchestrale Musik zu passenden Zeitpunkten eingesetzt. Der Soundtrack nutzt sich entsprechend kaum ab und auch die komplett stillen Momente im Spiel bauen die Atmosphäre perfekt auf. Passend dazu noch die Soundeffekte, die sehr gut eingefügt zum Gesamtbild beitragen. Besonders in Storysequenzen trägt die Musik zur Stimmung bei und unterstützt die Dramatik. Definitiv ein Soundtrack der sich auch ohne weiteres vor und nach dem Spielen hören lässt. Kleinere Tonaussetzer oder auch etwas ins Stocken gerät die Soundwiedergabe während das Spielens gelegentlich. Der Grund dafür konnte während des Tests jedoch nicht zugeordnet werden. Kurzzeitig kann dies die Stimmung etwas stören, was aber schnell vergessen ist wenn das melancholische Klavierspiel wieder einsetzt.

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 Fazit:

Ubisofts Offensive für neue IPs entpuppt sich zu einem vollen Erfolg. Mit Child of Light wird ein top Rollenspiel für die Vita präsentiert. Von Grafik über Sound bis hin zum Gameplay ist alles perfekt aufeinander abgestimmt. Wer sich noch nicht für eine Plattform entschieden hat, sollte zur Vita-Fassung greifen. Auch perfekt für unterwegs geeignet ist der Titel eine immense Bereicherung des relativ schmalen Softwareangebotes von Sonys Handheld.

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